7. INVENSITY Innovationstag: Cyber Security & Functional Safety

Zum 7. Innovationstag durfte INVENSITY wieder hochkarätige Referenten und Teilnehmer aus Industrie und Forschung begrüßen. Eine Fachtagung, die durch spannende Diskussionen zum aktuellen Thema Cyber Security und Functional Safety Früchte trug:

Je vernetzter und autonomer Geräte werden, desto wichtiger ist es, dass sie keine Gefahr für die Umwelt darstellen. Allerdings darf auch die Umwelt nicht in der Lage sein, Systeme und Produkte zu gefährden. Diese Herausforderung diskutierten Entwicklungs- und Abteilungsleiter aus verschiedensten Branchen zum Innovationstag 2017 unter dem Titel „Mission Impossible: Cyber Security & Functional Safety“.

 

Die Agenda

Am 29. und 30. November fanden sich die Gäste im Darmstädter leap in time-Lab ein, um sich über Paradigmenwechsel und Entwicklungen in ihren Branchen auszutauschen. Begrüßt wurden sie dieses Mal von dem höchst zuvorkommendem Roboter Ray, welcher mit Geschichten über sein bisheriges Leben zu unterhalten wusste. „Sehr cool“, befanden die Gäste. „Sehr cool“, erwiderte daraufhin Ray.

Ray begleitete die Veranstaltung im leap in time lab Darmstadt

 

Nach einer Führung durch das mit verschiedenen Zukunftstechnologien ausgestattete Lab eröffnete Paul Arndt, Leiter des Fachbereichs Cyber Security von INVENSITY, die Veranstaltung mit einer Keynote über Security Assessments und einer anschließenden ersten intensiven Diskussionsrunde.  

Am darauffolgenden Tag eröffnete Stefan Kriso vom Bosch Center of Competence „Functional Safety“ mit einer Keynote über Automotive Security im Kontext der Funktionalen Sicherheit. Während Functional Safety im Automobilbereich auch durch die ISO26262 im Entwicklungsprozess sichergestellt werden kann, existiert für Maßnahmen zur Security noch kein Standard und diese lassen sich nicht einfach analog zu den Maßnahmen der Safety umsetzen.

Günter Martin, Solution Director des Global Competence Center IoT Privacy der TÜV Rheinland i_Sec GmbH hielt einen Vortrag zum Internet of Things und diskutierte die neuen Datenschutzgesetze. Neben Risiken durch unzureichend sichere IoT-Geräte wie Kameras und Mikrofone, welche ohne deren Wissen Kunden überwachen, stellte er eine Zertifizierung des TÜV Rheinland vor, welche sowohl Geräten als auch Betreiberinfrastruktur eine geprüfte Sicherheit bescheinigt.

Mesut Eryilmaz, IR/Forensic Investigator von Verizon stellte den 2017 Data Breach Investigation Report vor und berichtete über die üblichen sowie die größten Sicherheitsrisiken, die sogenannten „Nefarious Nine“.  

Nach einem Business Lunch, der von den Anwesenden zum Networken genutzt wurde, sprach Dr. Roland Rieke, Seniorwissenschaftler im Bereich Cyber-Physical Systems Security vom Fraunhofer Institut für sichere Informationstechnik (SIT)  über IT-Sicherheitsforderungen. Sein Vortrag zeigte unter anderem die Erfahrungen aus dem von der EU geförderten EVITA Projekt zur Sicherheit von Fahrzeugbordnetzen und gab einen Einblick in die wissenschaftliche Behandlung des Themas Automotive Security.

Am Nachmittag informierte Andreas Mertens, Geschäftsführer Avameo, ausführlich über Softwarequalität und –Sicherheit mit seiner langjährigen Erfahrung im Bereich Digitalisierung im Unternehmen.

Schließlich wurde der Tag von Jana Karina von Wedel, die als Expertin im Safety Management von INVENSITY ansprechbar war, abgerundet. Mit ihrem Vortrag  „Safe and Secure Development: Challenges and Opportunities“ stellte sie die Anforderungen und Herausforderungen in der Entwicklung  Safety Management und Cyber Security gegenüber.

Lauschende Smart TVs und Kopfkissen, sprechende WiFi-Teddybären und Babyfone im Kinderzimmer und sehende Rauchmelder sind nur wenige Geräte unseres Alltags, die empfindliche personenbezogene Daten an Hersteller und Dritte senden. Nicht nur der wachsende IoT-Markt macht Cyber Security im Systemdesign von Produkten unabdingbar. Welche Konsequenzen und Auswirkungen dies auf die Produktentwicklung hat und wie Unternehmen früh agieren können, wurde hier aus diversen Perspektiven betrachtet und diskutiert. Warum kann man sich Produkte ohne Safety und Security gar nicht mehr vorstellen? Welche Standardisierungen sind möglich und wie ist mit der Talenteknappheit umzugehen?

Ein großes Themeninteresse der Öffentlichkeit führt zu einem Handlungsdruck hinsichtlich transparenter Kommunikation seitens der Unternehmen – auch im Krisenfall.

INVENSITY bedankt sich bei allen Teilnehmen für die hochspezialisierten Vorträge und den branchenübergreifenden Austausch.
Das Forum wurde zum 7. Mal von INVENSITY veranstaltet. Wir freuen uns auf den Innovationstag Nummer 8.

Weitere Informationen unter: innovationstag.invensity.com

Der Vortag im Darmstädter leap in time-Lab startete mit Eröffnungsrede und anschließender Diskussionsrunde

Dr. Utz Täuber (INVENSITY Büroleitung Wiesbaden) testet die VR-Brille bei der Führung durch die fortschrittlich ausgestattete Eventlocation.

Ihre Ansprechtpartner

Manuel Sollbach
Quality Assurance & Communications
INVENSITY GmbH

Paul Arndt
Head of Center of Excellence Cyber Security
INVENSITY GmbH